ERGAENZENDE UNTERSUCHUNGEN FUER EINEN VORENTWURF ZU EUROCODE 2, TEIL 1 A4 "EXTERNE VORSPANNUNG UND VORSPANNUNG OHNE VERBUND IN BAUWERKEN"

Der seit 1993 realisierte europaeische Binnenmarkt draengt auf einen Ausgleich und fordert uebergreifende europaeische Normen. In dieser Erwartung waren vom Europaeischen Normen Committee (CEN) unter anderem zur Entwicklung einer gemeinsamen europaeischen Stahlbeton- und Spannbetonnorm eine Reihe von Arbeitsgruppen fuer die verschiedenen Teilgebiete ins Leben gerufen worden. Die Arbeitsgruppe SC2/1A4 'External and Unbounded Prestressing', in die der Verfasser als deutscher Experte berufen wurde, erarbeitete einen Entwurf fuer den entsprechenden Abschnitt einer uebergreifenden europaeischen Normvorschrift aus. Wenngleich bereits Erfahrungen und entsprechende nationale Vorschriften vorlagen, so waren fuer die Ausarbeitung eines fundierten und ausgeglichenen Normvorschlages trotzdem eine Reihe ergaenzender Untersuchungen durchzufuehren. Neben Untersuchungen ueber die Einfluesse von Querschnittsgeometrie, Rissausbildung respektive Fugenoeffnung auf die Entwicklung der Nullinienlage und den Spannungszuwachs im Spannglied beim Uebergang vom Gebrauchszustand auf den Versagenszustand waren zur Externen Vorspannung bei Segmentbauteilen vereinfachende Ansaetze fuer die Schnittgroessenermittlung und die Traglastbemessung auszuarbeiten und das Gesamtkonzept in die relevante Sicherheitstheorie einzubinden. Die Ergebnisse dieser ergaenzenden Untersuchungen flossen direkt in die laufenden Arbeiten zur Ausformulierung des Normenvorschlages ENV 1992-1-5 ein, der zwischenzeitlich bereits in einer englischen Fassung endgueltig beraten und verabschiedet wurde. Nachdem diese Regelung in Kuerze in Deutschland auch als DIN V ENV eingefuehrt werden soll, wird hierfuer ein erster, ins Deutsche uebersetzter Entwurf (Fassung November 1993) vorgelegt. (A*)