OBERFLAECHENRISSE IN AELTEREN BETONFAHRBAHNDECKEN

Mitte der achtziger Jahre wurden zum ersten Mal Oberflaechenrisse in Betondecken beobachtet, die sich in der Regel ueber ganze Deckenlose, verhaeltnismaessig einheitlich nach Art und Ausmass, hinzogen. Die Risse waren mit blossem Auge zu erkennen. Ihre Tiefe betrug meist ueber 1 cm. Sie waren netzartig verteilt mit Netzweiten von mehr als 5 cm bis ueber 10 cm, zum Teil auch mit mehr laengsgerichtetem Charakter. Diese Risse waren in einigen wenigen Faellen Ausgangspunkte fuer durch die gesamte Deckendicke durchgehende Ermuedungsrisse und fuehrten so in Ueberlagerung mit anderen Schadensursachen, wie Unterdimensionierung oder zu schwach gebundene Tragschicht, zu einer fruehzeitigen Zerstoerung der Betonplatten. Die Ursachen wurden im Rahmen eines Forschungsauftrages auf mehreren Autobahndeckenlosen und im Labor untersucht und koennen wie folgt zusammengefasst werden: Die Oberflaechenrisse werden durch Zugeigenspannungen an der Oberseite der Betondecke hervorgerufen, die besonders unter folgenden Randbedingungen auftraten: a) nicht linearer Feuchtegradient in der Betondecke durch eine schlecht entwaesserte Unterlage der Betonfahrbahn (oberste Zentimeter trocken, darunter feucht); b) Verwendung von Zementen mit sehr hohen Alkaligehalten, die zu groesseren feuchtebedingten Verformungen (Schwinden, Quellen) und nichtlinearen Anteilen der Verformungsgradienten fuehren.

  • Availability:
  • Authors:
    • Springenschmid, R
    • Fleischer, W
  • Publication Date: 1993

Language

  • German

Media Info

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01241669
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Nov 20 2010 1:16AM