ZUKUENFTIGER FINANZBEDARF FUER DIE VERKEHRSWEGE IN STAEDTEN UND GEMEINDEN UNTER BESONDERER BERUECKSICHTIGUNG VON ERSATZINVESTITIONEN

Der fuer die Berechnung des zukuenftigen Ersatzinvestitionsbedarfs fuer die Verkehrswege in der Bundesrepublik Deutschland vom Deutschen Institut fuer Wirtschaftsforschung (DIW) entwickelte makrooekonomische Modellansatz, der mit Hilfe einer Abschreibungs- beziehungsweise Abgangsrechnung unter Zugrundelegung des Anlagevermoegens und der durchschnittlichen Lebensdauer der Anlagen Leitlinien fuer den zukuenftigen Ersatzbedarf bestimmt, wird fuer kommunale Verkehrswege (unterteilt nach Schienenwegen und Strassen), angewandt. Rechnet man den Aufwendungen fuer Ersatzinvestitonen noch diejenigen fuer die laufende Unterhaltung zu, so entsteht im Ergebnis der gesamte Finanzbedarf fuer die Unterhaltung der Verkehrswege. Der gesamt Finanzbedarf fuer die Erhaltung (qualifizierte Substanzwertsicherung) und die laufende Unterhaltung der kommunalen Verkehrswege betrug 1985 fast 6,9 Milliarden DM. Er wird mit den in dieser Studie getroffenen Annahmen bis zum Jahre 2000 auf 10,6 Milliarden DM steigen und im Jahr 2020 etwa 11,9 Milliarden DM (zu Preisen von 1985) betragen. Die Zunahme des Finanzbedarfs im Zeitraum 1985 bis 2020 um rund 75 von Hundert (v.H.) ist ausschliesslich auf die starke Erhoehung des Ersatzbedarfs der Anlagen zurueckzufuehren, deren Anteil sich im gleichen Zeitraum von 56 v.H. auf 73 v.H. erhoeht, waehrend der Anteil der Aufwendungen fuer die laufenden Unterhaltungen von 44 v.H. auf 27 v.H. zurueckgeht. Bei den unterstellten Investitionsverlaeufen wird im Prognosezeitraum das Investitionsvolumen bei den Kommunalen Strassen zu 80 v.H. und bei den Kommunalen Schienenverkehrswegen zu 65 v.H. fuer den Ersatzbedarf beansprucht.