EINFACH HANDHABBARES MODELL FUER KURZFRISTPROGNOSEN DES MODAL-SPLIT

Ausgehend von der Hypothese, dass es an Modal-Split-Modellen fehlt, die unter Inkaufnahme von Unzulaenglichkeiten ein leicht handhabbares Instrument fuer kurzfristig erforderliche Abschaetzungen des Modal-Split darstellen, wird ein bimodales Modell (OEPNV beziehungsweise IV) entwickelt, dass fuer die Vorhersage des Verkehrsmittelwahlverhaltens bei Aenderungen in der OEPNV- und IV-Angebotsqualitaet in grossstaedtischen Bereichen unmittelbar angewendet werden kann. Die Untersuchungen auf Basis entsprechender Daten aus Muenchen und Hannover zeigen, dass der bimodale OEPNV-Anteil generell mit abnehmender IV-Angebotsqualitaet oder/und zunehmender OEPNV-Angebotsqualitaet steigt. Die absoluten Werte sowie Steigerungsraten sind abhaengig vom Wegezweck und der soziodemographischen Gruppe. Eingangsdaten in das Modell sind Verkehrsbeziehungen, die nach Wegezwecken und soziodemographischen Gruppen gegliedert sind und die aufgrund der jeweiligen oertlichen Situation den verschiedenen Klassen der IV und OEPNV-Angebotsqualitaet zugeordnet werden muessen. (Trip-Interchange-Ansatz). Im konkreten Anwendungsfall sind die entsprechend differenzierten Verkehrsbeziehungen zu ermitteln und mit den jeweiligen OEPNV-Anteilen des Modells zu multiplizieren. Die Zahlenwerte des Modells sollen durch weitere empirische Forschungsarbeiten am Beispiel anderer Grossstaedte erhaertet werden.