GEOTEXTIL ALS TRENNLAGE IM ROTHSEE - 20 JAHRE DANACH

1973 wurde bei Zusmarshausen (Landkreis Augsburg) ein Erholungsgebiet mit einem 120.000 m2 grossen Badesee geschaffen. Um bei dem anstehenden moorigen Untergrund den Uferbereich begehbar zu machen, wurde auf dem Baugrund eine geotextile Trennlage aus TreviraSpundbond 11/350 g/m2 verlegt und darauf eine 30 cm starke Kiesschicht aufgebracht. Das Geotextil-Material war 20 Jahre lang den Belastungen aus mechanischen Beanspruchungen (beim Einbau und Scheuerbeanspruchung durch den Badebetrieb), Wasserlagerung, Temperaturen bis 25 Grad Celsius und Durchwurzelung ausgesetzt. Die Auswirkungen dieser Belastungen wurden 1993 an 25 Proben hinsichtlich Masse, Hoechstzugkraft, Dehnung, Nahtfestigkeit, Loesungsviskositaet, Carboxyl-Endgruppengehalt und Aussehen der Filamentoberflaechen untersucht. Eine Massenerhoehung auf 530 g/m2 wurde festgestellt, zurueckzufuehren auf die Einlagerung von Feinstmineral im Geotextil. Die Hoechstzugkraefte waren um 34 Prozent, die Dehnungen um 24 Prozent gegenueber den Ausgangswerten gemindert. Das bedeutet keine Einschraenkung der Funktionstuechtigkeit. Mit weiteren Versuchen wurde der hydrolytische Abbau des Polymers ermittelt. Dabei ergaben sich geringe Festigkeitsabnahmen. Die Begutachtung der Filamentoberflaechen mit dem Elektronenrastermikroskop zeigte, dass Scheuer- beziehungsweise Walkarbeit die Hauptursachen des Festigkeitsabfalls sind.

Language

  • German

Media Info

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01241481
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Nov 20 2010 1:11AM