RADVERKEHR - WEGWEISUNG IN DIE ZUKUNFT

In der vorliegenden Broschuere wird die Notwendigkeit einer eigenstaendigen Wegweisung fuer den Radverkehr begruendet. Auch ortsansaessigen Radfahrern sind oft die sicheren und attraktiven Verbindungen unbekannt. Zudem hat eine eigenstaendige Fahrradwegweisung durch ihre Praesenz im Strassenraum auch werbende Funktion fuer den Radverkehr. Fahrradwegweisung wird generell als wichtiger Baustein der Radverkehrsfoerderung angesehen, da sie geeignet ist, schnell ein zusammenhaengendes Radverkehrsnetz bereitzustellen.Die bisherige Praxis, die sich auf die Ausschilderung von Radwanderwegen und auf kleinraeumige Umleitungsstrecken beschraenkt, wird als unzureichend angesehen. Besonders eine flaechendeckende Fahrradwegweisung fuer den Alltagsverkehr wird gefordert, wie sie in den Niederlanden selbstverstaendlich ist. Grundvoraussetzung fuer eine qualitativ gute Fahrradwegweisung ist eine systematische Netzplanung, die alle geeigneten Wege aufnimmt, zum Beispiel Radweg, sonstige autofreie Wege und Kfz-arme Strassen insbesondere in Tempo 30-Zonen. Wesentliches Element der Planung ist eine Befahrung des ausgewaehlten Netzes und damit verbunden eine Maengelkartierung. Aufgrund der Maengelkartierung kann entschieden werden, welche Routen sofort umsetzbar sind und welche zunaechst baulich instandgesetzt werden muessen. Es werden die Modellvorhaben im Kreis Neuss (Ballungsrand) und der Stadt Bochum (Ballungskern) beschrieben, die eine modellhafte Fahrradwegweisung unter verschiedenartigen Rahmenbedingungen umgesetzt haben. Bei beiden Vorhaben wurden die gleichen Grundprinzipien der Fahrradwegweisung beruecksichtigt. Hierzu sind Mindestanforderungen definiert, bezogen auf Schilderinhalte, Schriftgroesse, die Gestaltung und die Farbgebung. Als entscheidendes Kriterium fuer die Brauchbarkeit der Wegweisung wird die Wahl des geeigneten Standortes angesprochen. Sonderformen der Wegweisung, zum Beispiel Wegepilze und Bodenplatten wurden beruecksichtigt, ebenso wie ergaenzende Informationstafeln und Fahrradstadtplaene. Im Detail wurden jedoch unterschiedliche Loesungen gewaehlt. So wurde im weniger verdichteten Kreis Neuss jeweils eine eigenstaendige Alltags- und Freizeitwegweisung vorgesehen, waehrend in Bochum beides in ein Wegweisungssystem integriert wurde. Abschliessend werden Hinweise zur Umsetzung und Finanzierung der Fahrradwegweisung gegeben, letzteres bezogen auf das Land Nordrhein-Westfalen. Im Anhang der Broschuere sind die vorgeschlagenen Wegweisertypen sowie die entsprechenden Masse dargestellt.

  • Publication Date: 1989

Language

  • German

Media Info

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01241335
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Nov 20 2010 1:07AM