ERFAHRUNGEN EINER STRASSENBAUFIRMA BEIM EINSATZ VON GITTERGEWEBEN IM ASPHALTSTRASSENBAU

Fuer den Einsatz von Gittergeweben wird mit Begriffen wie "Armierungsgitter" und "Bewehrung des Asphaltes" geworben. Die Gittergewebe sollen dabei erhebliche Teile der horizontalen Zugspannungen uebernehmen und dadurch sowohl Reflexionsrisse oder Temperaturrisse verhindern oder zumindest verzoegern als auch den Asphalt ueber Fugen zwischen der neuen und der alten Fahrbahn und bei Verbreiterungen bewehren. Anhand von beispielhaften Schadensfaellen wird zunaechst aufgezeigt, dass die Gittergewebe die ihnen zugewiesenen Aufgaben nicht nur nicht uebernehmen konnten, sondern in den meisten Faellen die Entstehung des Schadens noch beschleunigten und den Umfang des Schadens noch vergroesserten. Das wurde besonders deutlich bei Verbreiterungen und beim Einbau in Bereichen mit Vertikalbewegungen, da dort die Entstehung von Rissen durch die Gittergewebe nicht nur nicht verhindert werden konnte, sondern vielmehr der Transport des durch die Risse eindringenden Wassers in die Schichtgrenzen beschleunigt wurde, und der urspruenglich vorhandene Schichtenverbund aufgehoben wurde. Fuer die einbauende Firma, an die bei der Verlegung der Gittergewebe ohnehin schon in der Praxis kaum erfuellbare Forderungen gestellt werden, ist es dann nahezu unmoeglich, den Beweis anzutreten, dass nicht die Bauausfuehrung maengelbehaftet war, sondern dass die Auswahl der Gittergewebe fuer die vorgegebene Aufgabenstellung falsch war.

Language

  • German

Media Info

  • Pagination: 526-34
  • Serial:

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01241303
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Nov 20 2010 1:06AM