ANALYSE VON GRENZZEITLUECKEN DURCH PROBIT-ANALYSE

Die Berechnung der Leistung einer Kreuzung ohne Lichtsignalanlage erfordert Kenntnisse der Verteilung von Grenzzeitluecken der Fahrer, die von einer Nebenstrasse in die Kreuzung einfahren. Eine gaengige Methode, um die Verteilungsparameter festzulegen, ist die Probit-Analyse. Sie beachtet die Unterschiede zwischen der ersten beobachteten Zeitluecke im Hauptstrom und der Gesamtheit aller Zeitluecken. Ausserdem macht sie sich den Umstand zunutze, dass die Menge der Fahrer, die eine Hauptstrassen-Restzeitluecke einer bestimmten Groesse annehmen, der Menge der Fahrer entspricht, deren Grenzeitluecken kleiner sind als die Groesse der Restzeitluecke auf der Hauptstrasse. Das trifft nur auf Restzeitluecken zu, das heisst auf die erste Luecke im Hauptstrassenverkehr, die jedem Fahrer angeboten wird. Da es passieren kann, dass ein Fahrer die Restzeitluecke und eventuell mehrere darauffolgende Luecken ablehnt, wird die Menge aller Restzeit- und anderer Luecken einer bestimmten Groesse, die vom Fahrer angenommen werden, kleiner sein als der oben beschriebene Wert. Danach kann man nur dann eine unverfaelschte Schaetzung der Verteilung von Grenzzeitluecken mittels der Probit-Analyse erhalten, wenn diese auf der Reaktion jedes Fahrers auf die erste Luecke basiert. Die alleinige Verwendung der ersten beobachteten Restzeitluecke ist unvorteilhaft, denn dabei bleibt wertvolles Datenmaterial unberuecksichtigt. Wenn die Grenzzeitluecke normalverteilt ist, gilt die Korrektur nach Ashworth. Diese Vorgehensweise laesst sich aber unter realistischen Bedingungen nicht aufrecht erhalten. Dieser Aufsatz zeigt, wie die Nachteile der Ashworth-Methode ueberwunden und gleichzeitig die Gesamtheit aller Zeitluecken in die Analyse einbezogen werden koennen. Dabei wird eine vom Autor entwickelte sogenannte "Gradatationsmethode" angewandt. Es wurde ein Vergleich angestellt zwischen der Genauigkeit dieser Methode, der von Ashworth, und einigen anderen Analysetechniken. Es zeigt sich, dass die Gradatationsmethode besonders gute Resultate hervorbringt.

Language

  • German

Media Info

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01241238
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Nov 20 2010 1:05AM