BESCHLEUNIGUNGSMASSNAHMEN BEI DER STADTBAHN STUTTGART

Unter Beschleunigungsmassnahmen wird sehr oft die Bevorrechtigung an Lichtsignalanlagen verstanden. Diesem Bereich wurde in den letzten Jahren auch in Stuttgart besondere Aufmerksamkeit zuteil. Beschleunigungseffekte lassen sich bei einer Stadtbahn jedoch bei allen drei Systemkomponenten, dem Fahrzeug, dem Fahrweg und dem Fahrbetrieb erzielen. Je nach Ausbaustandard und Zielsetzung sind die Wirkungen dabei unterschiedlich und in ihrer gegenseitigen Gewichtung verschieden. Am Beispiel der Stadtbahn Stuttgart wird die Beschleunigungswirkung verschiedener Parameter der Systemkomponenten beschrieben und quantifiziert. Mit den gewonnenen Ergebnissen lassen sich die einzelnen Systembereiche in ihrer Bedeutung als Beschleunigungsmassnahme einander gegenueberstellen. Die Bewertung beruht im wesentlichen auf Fahrdatenanalysen, die sowohl bei der Strassenbahn als auch bei der Stadtbahn durchgefuehrt wurden. In Stuttgart haben folgende Systemparameter wesentlich zur Verbesserung der Fahrtablaeufe und zur Erhoehung der Reisegeschwindigkeit auf den einzelnen Stadtbahnlinien beigetragen: beim Fahrzeug der 2,65 m breite Doppeltriebwagen DT 8 mit Allradantrieb auf Regelspur; beim Fahrweg der besondere oder unabhaengige Bahnkoerper in Strassen-, Hoch- oder Tieflage, stadtbahngerechte Trassierungsparameter und Haltestellen mit Hochbahnsteigen; beim Fahrbetrieb die Bevorrechtigung an Lichtsignalanlagen. Eine weitere Beschleunigung konnte durch den Abbau interner Behinderungen erreicht werden.

Language

  • German

Media Info

  • Pagination: 31-8
  • Serial:
    • DER NAHVERKEHR
    • Volume: 11
    • Issue Number: 4
    • Publisher: ALBA PUBLIKATION, ALFRED VELOEKEN

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01241227
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Nov 20 2010 1:04AM