DER NATIONALE ORDNUNGSRAHMEN - ANPASSUNG UND ENTWICKLUNG DER EUROPAEISCHEN VERKEHRSPOLITIK

Der nationale Ordnungsrahmen muss der Entwicklung der europaeischen Verkehrspolitik angepasst und auf die Deregulierungsbemuehungen der Bundesregierung abgestimmt werden. EG-Entscheidungen und die Vereinigung der beiden deutschen Teilstaaten am 3. Oktober 1990 sind unmittelbare Anlaesse dazu. Einige Neuregelungen sind bereits vollzogen, andere stehen bevor. So gibt es fuer den grenzueberschreitenden Strassengueterverkehr seit 1990 keine Preisbindung mehr1. Januar 1993 entfallen grenzueberschreitende Kontingente.Eingefuehrt wurden aber "Eurolizenzen" und Kabotagekontingente. Der Omnibusverkehr wurde weitgehend liberalisiert. In der Binnenschiffahrt ist nunmehr der Zugang zum Beruf EG-weit geregelt sowie eine Abwrackaktion und eine freie Kabotage eingefuehrt. Seit 1986 bereits gibt es in der Schiffahrt aehnliche Lockerungen. Drei Luftverkehrspakete liberalisieren den Zugang zum Markt, die Preisbindung und die Kabotage. Aus mehreren Entscheidungen zum Eisenbahnverkehr ragen heraus die mindestens rechnerische Trennung von Fahrweg und Betrieb mit finanzieller Sanierungsnotwendigkeit und die Aufhebung gemeinwirtschaftlicher Verpflichtungen. Dringend erscheint und ist noch nicht abgeschlossen die weitere Ordnung des Gueterkraftverkehrs etwa nach dem Muster des seit 1992 geregelten kombinierten Verkehrs. Im Gueterkraftverkehr werden noch angegangen die Berufszugangsvoraussetzungen, Gemeinschaftslizenzen, Hoechstzahlen, erweiterte Nahzonen und die Aufhebung nationaler Tarife fuer alle Verkehrstraeger.

Language

  • German

Media Info

  • Pagination: 8-10
  • Serial:
    • DER NAHVERKEHR
    • Volume: 10
    • Issue Number: 9
    • Publisher: ALBA PUBLIKATION, ALFRED VELOEKEN

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01241212
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Nov 20 2010 1:04AM