HERABSETZUNG DES ROLLGERAEUSCHES BEI BETONFAHRBAHNDECKEN

Zur Verminderung der Geraeuschentwicklung von Reifen eignen sich am besten feinrauhe Fahrbahnoberflaechen, weil grobe Rauheiten, die die Reifen verformen und zum Vibrieren bringen, fehlen und die feinen Rauheiten die Luft unter der Reifenaufstandsflaeche ohne Zischen entweichen lassen. Auf dieser Grundlage wurden Verfahren zur Herstellung neuer beziehungsweise zur akustischen Regenerierung alter Betondecken entwickelt. Bei den neuen Fahrbahndecken wird fuer die obere Betonschicht Splitt von 7 bis 8 Millimeter Groesstkorn statt der herkoemmlichen 22 oder 32 Millimeter verwendet. Die Oberflache wird nach dem Einbau des Betons mit einem Kontaktverzoegerer abgesprueht und mit einer Folie abgedeckt. Einen Tag spaeter wird der Feinmoertel zwischen den Splittkoernern herausgebuerstet. Bei der Erprobung auf zwei Autobahnstrecken betrug der Rollgeraeuschpegel 99 dB(A) beziehungsweise etwa 101 dB(A), das ist ebensowenig wie auf einem neuen beziehungsweise einem Drainasphalt nach drei Jahre Liegedauer. Die Unterschiede zwischen den beiden Waschbetonen duerften groesstenteils auf das verwendete Groesstkorn von sieben beziehungsweise acht Millimeter zurueckzufuehren sein. Durch Weiterentwicklung der Mittel fuer die Verzoegerung und die Nachbehandlung kann eine wesentliche Vereinfachung des Verfahrens erzielt werden. Fuer alte Betondecken wurden folgende zementgebundene kunststoffmodifizierte Verfahren entwickelt und erprobt: ein Rauhbelag (Oberflaechenbehandlung mit kunststoffmodifiziertem Feinmoertel und Splitt 2/4), ein Noppenbelag (Beschichtung von zwei bis drei Millimeter Dicke, deren Oberflaeche mittels Noppenwalze strukturiert wird) und ein Mikro-Drainbelag (vorumhuellter Splitt 2/4, vier Millimeter dick aufgetragen). Weitere Untersuchungen und Rollgeraeuschmessungen werden empfohlen.