AELTERE FUSSGAENGER

In den Jahren 1991 und 1992 wurden insgesamt 880 Personen beim Ueberqueren eines Fussgaengerstreifens einer zweispurigen Strasse beobachtet, 621 von ihnen wurden ausserdem bezueglich der individuellen Probleme als Fussgaenger befragt. Die Personen waren im Mittel 72,5 Jahre alt; 70 Prozent waren Maenner. Als Hauptproblem in der Verhaltensbeobachtung stellte sich eine mangelhafte Orientierung heraus: Zwischen 60 und 70 Prozent schauten weder vor dem Betreten der Strasse noch auf der ersten oder zweiten Strassenhaelfte auf den Verkehr. Weiterhin zeigte sich, dass die Situation aus der Sicht des Fussgaengers auf der zweiten Strassenhaelfte wesentlich gefaehrlicher wird. Hier zwingen drei Viertel der Autofahrer den Fussgaenger entweder zum beschleunigten Verlassen der Fahrbahn oder werden durch den Fussgaenger zum Abbremsen gezwungen. Bei der Befragung ergab sich, dass sich ueber 50 Prozent der aelteren Fussgaenger im Strassenverkehr manchmal oder oft unsicher und aengstlich fuehlen. Insgesamt ist festzustellen, dass Frauen mehr Probleme bei der Verkehrsteilnahme haben als Maenner und dass gegenwaertige oder ehemalige Fahrausweisbesitzer dem Strassenverkehr als Fussgaenger besser gewachsen sind.

Language

  • German

Media Info

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01240649
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Nov 20 2010 12:31AM