INNERSTAEDTISCHER PARKSUCHVERKEHR: EINE UNBEKANNTE GROESSE?

Parksuchverkehr ist ein durch die Suche nach verfuegbaren, akzeptablen Parkstaenden entstehender zusaetzlicher Verkehrsaufwand. Dieser Verkehrsaufwand kann mit unnoetigen Mehrwegen verbunden sein (indirekter Parksuchverkehr). Bei direktem Parksuchverkehr handelt es sich um den Verkehrsaufwand, der ausschliesslich auf den Suchweg entfaellt. Dieser beginnt am zuerst erreichten akzeptablen Parkstand und endet am letzlich gewaehlten Parkstand.Aus der Ueberlegung, dass es moeglich sein muesse, vom bekannten Zielverkehr in unkritischen Zeitintervallen auf den unbekannten Zielverkehr in kritischen Zeitintervallen zu schliessen, wurde die Potentialformel des Parksuchverkehrs entwickelt. Mit dieser Formel, deren Anwendung eine Erhebung im ruhenden Verkehr (Parkraumbegehung mit kontinuierlicher Kennzeichenerfassung der geparkten Fahrzeuge) voraussetzt, lassen sich die an akzeptablen Parkraeumen entstehenden maximalen Parksuchverkehrspotentiale entsprechend ihrer nachfragegruppenspezifischen Zusammensetzungen abschaetzen. Parksuchverkehr laesst sich durch Massnahmen reduzieren, mit denen die Wahl des Akzeptanzgebietes/Akzeptanzradius und die Verkehrswegewahl nach Erreichen des Akzeptanzgebietes beeinflusst werden koennen. Wie bei allen Planungen zur innerstaedtischen Verkehrsentwicklung, ist auch fuer die Vermeidung innerstaedtischen Parksuchverkehrs eine ganzheitliche Betrachtungs- und Vorgehensweise erforderlich.

Language

  • German

Media Info

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01240228
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Nov 20 2010 12:21AM