EINSCHALTUNG EINES RECHTSANWALTES BEI DER ABWICKLUNG VON SCHADENSFAELLEN IM BEREICH DER STRASSENBAUVERWALTUNG - URTEIL DES BUNDESGERICHTSHOFS VOM 8.11.1994 VI ZR 3/94

Das Urteil befasst sich mit der Frage, ob bei Beschaedigung von Strasseneinrichtungen durch Kraftfahrzeuge die Strassenbauverwaltung bei der Geltendmachung des Schadensersatzanspruches gegenueber dem Schaediger einen Rechtsanwalt einschalten und die hierbei entstehenden Kosten von den Geschaedigten erstattet verlangen kann. Der Bundesgerichtshof kommt zu dem Ergebnis, dass in einfach gelagerten Schadensfaellen, bei denen die Haftung nach Grund und Hoehe derart klar ist, dass aus Sicht des Geschaedigten kein Anlass zum Zweifel an der Ersatzpflicht besteht, fuer die erstmalige Geltendmachung die Einschaltung eines Rechtsanwaltes durch die Strassenbauverwaltung nicht erforderlich ist, weil sie hierzu selbst in der Lage ist. Sie kann aber die weitere Bearbeitung des Schadensfalles auf Kosten des Schaedigers einem Rechtsanwalt uebertragen, wenn die erste Anmeldung nicht zur unverzueglichen Regulierung des Schadens fuehrt.

Language

  • German

Media Info

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01240212
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Nov 20 2010 12:21AM