EISEN (II)-SULFAT ALS BETON- BEZIEHUNGSWEISE ZEMENTZUSATZMITTEL

Die Rohstoffe zur Zementherstellung enthalten mehr oder weniger Chromverbindungen. Ein Teil des Chroms liegt in wasserloeslicher Form als sogenannter Chrom(VI)-Anteil vor. Er ruft das Zement- oder Maurerekzem hervor. Um eine gesundheitliche Beeintraechtigung der Arbeiter auszuschliessen, kann dem Zement Eisen(II)-sulfat als chemisches Reduktionsmittel zugegeben werden, um den Chrom(VI)-Gehalt zu reduzieren. Das Eisen(II)-sulfat kann dem Zement entweder als Zementzusatzmittel (Zumahlstoff) waehrend der Zementherstellung zugegeben werden oder als Betonzusatzmittel bei der Betonherstellung. Zur Beurteilung des Eisen(II)-sulfats als Zusatzmittel sind einige grundsaetzliche Fragenkomplexe zu klaeren: - Wirksamkeit hinsichtlich der Chromatreduzierung; - Alterungsempfindlichkeit des Eisen(II)-sulfats; - Umwelt- und Gesundheitsvertraeglichkeit des Eisen(II)-sulfats selbst und auch im Frisch- und Festbeton/-moertel; - Unschaedlichkeit hinsichtlich der Betoneigenschaften. Ergebnis: Es kann davon ausgegangen werden, dass Eisen(II)-sulfat zur Betonherstellung eingesetzt werden kann. Negative Einfluessse sind nicht zu erwarten. Allerdings sollen im Rahmen einer Zulassungspruefung einige bislang in der Pruefrichtlinie noch nicht enthaltene Untersuchungen noch durchgefuehrt werden.

Language

  • German

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Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01240126
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Nov 20 2010 12:18AM