MATERIALUNTERSUCHUNGEN AN BRUECKENUNTERBAUTEN

Fuer die Bundesautobahn A4 laufende Planungsarbeiten zum 6-spurigen Ausbau des Teilabschnittes Dresden-Chemnitz erforderten auch die Untersuchung des Gebrauchswertes der vorhandenen Brueckensubstanz. Der Beitrag behandelt die Materialpruefungen an den fuenf Betonpfeilern der 1938 fertiggestellten staehlernen Bruecke ueber das Muldetal bei Siebenlehn. Die Pfeiler aus Stampfbeton und Verkleidung aus Meissner Granit weisen Hoehen bis ueber 60 m auf. Ausser einer Vielzahl horizontaler Bohrungen mit 100 mm beziehungsweise 50 mm Durchmesser wurden vertikale Bohrungen durch die Pfeiler bis zu den Fundamenten - maximal etwa 70 m tief - mit 120 mm/146 mm Durchmesser ausgefuehrt. Von den etwa 220 laufenden Metern Bohrkernen sind ueber 600 Pruefkoerper einer baustofflichen Untersuchung unterzogen worden. Der Beton besteht allgemein aus einem Kies-Splitt-Gemisch mit einem Groesstkern kleiner gleich 45 mm. Charakteristisch fuer den Stampfbeton (Pfeiler IV) sind folgende mittlere Werte: Rohdichte 2,22 kg pro Kubikdezimeter Druckfestigkeit 26,2 N pro mm2, E-Modul 20.400 N pro mm2. Statistische Analysen bei unterschiedlichen Fraktilwerten ergaben, dass die Pfeiler sich in einem relativ guten Zustand befinden und sich fuer die weitere Nutzung eignen. Die Instandsetzungsarbeiten betreffen nur die Herstellung neuer Pfeilerkoepfe sowie geringe Verpressungen, Fugensanierungen und die Reinigung der Natursteinverblendung.

  • Authors:
    • KNAUTE, W
    • Koehler, W
    • LECHLER, K -
  • Publication Date: 1995

Language

  • German

Media Info

  • Pagination: 24-7
  • Serial:
    • Beton
    • Volume: 45
    • Issue Number: 1
    • Publisher: BetonVerlag GmbH

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01239731
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Nov 20 2010 12:09AM