METHADON-SUBSTITUTION UND FAHREIGNUNG

Die bisher zur Frage der Fahreignung von Methadon-Substitutionspatienten (M-SP) veroeffentlichten, experimentellen Studien werden kurz referiert und vergleichend bewertet. In etwa 10 Veroeffentlichungen wurde ueber experimentelle Untersuchungen von fahrrelevanten psychophysischen Leistungen von eingestellten M-SP berichtet. Insbesondere wurden Reaktionsverhalten, periphere Wahrnehmung und Aufmerksamkeit ueberprueft. Die Ergebnisse der Untersuchungen von etwa 300 M-SP haben gezeigt, dass in der ueberwiegenden Mehrzahl der Studien die psychophysische Leistungsfaehigkeit von M-SP denen der Vergleichsprobanden als gleichwertig anzusehen sind. Aufgrunddessen wird man die M-SP, die keine psychotropen Medikamente zusaetzlich zum Methadon einnehmen und gesundheitlich stabilisiert sind, als fahrtuechtig bezeichnen muessen. Unter bestimmten Voraussetzungen wird bereits waehrend der Therapie eine medizinisch-psychologische Untersuchung angezeigt sein, die bei positivem Ausgang unter Auflagen (weitere beigabenfreie Zeit, weitere Mitarbeit im Methadonprogramm) die Erteilung beziehungsweise Wiedererteilung der Fahrerlaubnis gestattet. Ein Expertengespraech ueber diese Problematik (Februar 1993) fuehrte unter anderem zum Ergebnis, weitere Untersuchungen durchzufuehren und in das Gutachten "Krankheit und Kraftverkehr" Kriterien fuer die Eignungsbeurteilung von M-SP aufzunehmen.

Language

  • German

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Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01239314
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Nov 19 2010 11:59PM