GEWOEHNUNG - MISSBRAUCH - ABHAENGIGKEIT. EIGNUNGSBEGUTACHTUNG ALKOHOLAUFFAELLIGER KRAFTFAHRER

Unter Beachtung der medizinischen (neuro-psychiatrischen) und psychologischen (Gutachten "Krankheit und Kraftverkehr" (1992) sowie rechtlichen Rahmenbedingungen (Eignungsrichtlinien 1982) werden die wesentlichen Kriterien der Fahreignungsbegutachtung bei alkoholauffaelligen Kraftfahrern herausgestellt und diskutiert. Dabei wird die vielfach vernachlaessigte medizinische (labormedizinische) und psychiatrische Sicht und Bewertung der individuell stark variierenden Tatbestaende verdeutlicht. Hierzu gehoert die Kritik an der vornehmlich von Verkehrspsychologen postulierten vermeintlichen biologischen Konstante des 1,6 Promille-Grenzwertes. Die geforderte differentielle Begutachtungsmethode hat Anamnese und Befunde kontextuell auszuwerten und statt ueberindividuell statistischer Signifikanzen in jedem Falle medizinische Erfahrungstatsachen und phaenomenologische Tatbestaende zugrunde zu legen. In diesem Zusammenhang verdienen kritisch abwaegende Aufmerksamkeit: multifaktorielle Genese, Heteronomie, Komplexitaet, individuelle Varianz und Uebergaenge zu nosologisch anderen Stoerungen. Als unbedingt hilfreich erscheint die moeglichst klare faktische wie begriffliche Unterscheidung von Gewoehnung, Missbrauch und Abhaengigkeit bei sporadischem oder kontinuierlichem Alkoholueberkonsum. (A)

Language

  • German

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Filing Info

  • Accession Number: 01239309
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Nov 19 2010 11:58PM