VERBESSERUNG DER SICHERHEIT FUER MOTORRADFAHRER DURCH UMMANTELUNG DER SCHUTZPLANKENPFOSTEN

Darstellungen ueber Unfaelle von Zweiradfahrern, die beim Abkommen von der Fahrbahn Kontakt mit der am Fahrbahnrand installierten Schutzplanke hatten, zeigten immer wieder, dass der scharfkantige Schutzplankenpfosten IPE 100 Einfluss auf die Verletzungsschwere hatte. Belegt wird diese Aussage auch durch die Untersuchungen. Hier wird auch die Problematik der Zweiradunfaelle in Zusammenhang mit Schutzplanken mit einbezogen. Als Loesung des Problems wurde eine Ummantelung des Pfosten diskutiert und Anfang der 80er Jahre auch konstruktiv umgesetzt. Trotzdem entstand im Laufe der Jahre eine Situation, die keine Seite zufriedenstellen konnte. Untersuchungen zur Leistungsfaehigkeit der verschiedenen Systeme konnten nur bedingt aussagekraeftige Antworten geben und liessen keine Vergleiche zwischen den Systemen zu. Dies fuehrte auch zu einer reservierten Haltung der Behoerden SPU einzusetzen, so dass der erhoffte Sicherheitsgewinn zunaechst nicht zum Tragen kam. Eine Verbesserung der Situation konnte nur durch einheitlich festgeschriebene Pruefkriterien fuer alle Systeme erreicht werden. Die BASt konnte im Juni 1993 den dringend erforderlichen Anforderungskatalog fuer Schutzplankenpfostenummantelungen (SPU) in Form von Technischen Lieferbedingungen vorlegen. Sie enthalten neben dem Funktionstest durch einen Stossabsorptionsversuch alle wichtigen Anforderungen, die von SPU erfuellt werden muessen, wie Montageeigenschaften, Verhalten bei tiefen Temperaturen, Recyclingfaehigkeit, Test des Verschlusses und die Verwendungs- beziehungsweise Einbaumoeglichkeiten. Bei der Erarbeitung der Technischen Lieferbedingungen sind die Vorstellungen und Wuensche der Bauverwaltungen und Motorradverbaende weitestgehend beruecksichtigt worden. Die vorliegenden einheitlichen Anforderungen sollen einen hoeheren Standard der Produkte und dadurch eine bessere Akzeptanz schaffen. Damit kann an Stellen, wo das Risiko von Motorradfahrern zu stuerzen, hoch ist und die Gefahr gegeben ist, dass sie an Schutzplankenpfosten anprallen, durch den Einsatz solcher Systeme das Verletzungsrisiko gestuerzter Motorradfahrer reduziert und die Verkehrssicherheit weiter verbessert werden. Langfristig sollten Neuentwicklungen und Verbesserungen auf dem Gebiet der Schutzeinrichtungen, zum Beispiel durch Vermeidung von scharfkantigen Bauteilen bei der Konstruktion einer Schutzeinrichtung und die Steigerung der Leistungsfaehigkeit der derzeit eingesetzten SPU Ziele sein, die eine weitere Erhoehung der Sicherheit fuer Motorradfahrer erhoffen lassen. (A) Titel in Englisch: Improving the safety for motorcycle riders by protecting the guardrail posts. Motorrad. 6. Fachtagung der VDI-Gesellschaft Fahrzeug- und Verkehrstechnik, Koeln, 4. und 5. Oktober 1994. Siehe auch Gesamtaufnahme der Tagung, IDS-Nummer 334073.

Language

  • German

Media Info

  • Pagination: 263-82
  • Serial:
    • VDI-Berichte
    • Issue Number: 1159
    • Publisher: VDI Verlag GmbH
    • ISSN: 0083-5560

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01239263
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Nov 19 2010 11:57PM