Besser geht's nicht. Bietet Logistik noch Spielraum nach oben?
Technologische und/oder logistische Verbesserungen sind immer nur in Teilbereichen moeglich. Nicht alles, was technisch machbar ist, wird von Wirtschaft und Politik gewuenscht oder umgesetzt. Nutzfahrzeuge sind in Bezug auf die Energieausbeute den Pkw weit ueberlegen. Bezogen auf die Tonnen-Kilometerleistung emittiert ein moderner Lkw 20 Gramm Kohlendioxid. Je Passagier emittiert ein Autobus 15 Gramm und ein Flugzeug 50 Gramm Kohlendioxid, ein Pkw soll erst in Zukunft maximal 135 Gramm emittieren duerfen. Geforscht wird im Lkw-Bereich an einem verbesserten Stroemungsverhalten. Viel Forschungs- und Entwicklungsarbeit wird auch in alternative Energiesysteme gesteckt. Derzeit arbeiten das Unternehmen Magna und die Austrian Research Centers ARC im Auftrag der ESA an einem revolutionaeren Konzept zur Lagerung und Anwendbarkeit von Wasserstoff fuer den Verbrennungsmotor. Schiene und Wasserstrasse haben noch grosse Transportreserven. Fuer die Flaechenverteilung ist jedoch der Lkw notwendig. Die EU-Verkehrspolitik setzt daher vorrangig auf Investitionen in Umschlagmoeglichkeiten. Neue Ganzzugsverbindungen sind in Europa bereits die Regel. Komplexe Logistikmodelle bilden die Voraussetzung dafuer, dass mit geringem Zeit- und Personalaufwand reine Gueterzuege gebildet werden, die dann meist im so genannten "Nachtsprung" transkontinental auf die Reise gehen. Gewicht und Laenge von Lkw sind in der EU gesetzlich begrenzt. Als Schweden und Finnland 1995 der EU beitraten, durften sie aber das Gesamtgewicht von 60 Tonnen fuer ihre 24 Meter langen Lkw beibehalten. Im Gegenzug wurde die Laenge auf 25,25 Meter erhoeht, um auch den kombinierten Verkehr nach Skandinavien zu foerdern. Mit solchen "Gigalinern" wurde ab dem Jahr 2004 eine Reihe von nationalen Tests durchgefuehrt. Sie stellen fuer den Strassenverkehr keine besondere Gefahr dar und punkten mit einer Kraftstoffeinsparung bis zu 33 Prozent. Die Reaktionen von politischer Seite sind ablehnend. Strassenbruecken fuer Lkw seien nur fuer 40 Tonnen Gesamtgewicht geeignet und die Autobahnparkplaetze in der Regel nur fuer Lkw mit 18,75 Meter Laenge ausgelegt. Eine Software zur Optimierung des Laderaums ist schon laenger auf dem Markt und der Einsatz des Barcode-Nachfolgers RFID fuer eine effiziente Lagerraumbewirtschaftung und Nachteilung im Einzelhandel kommt. Telematik und Software-Tools, mit denen unter anderem via Frachtraumboersen eine verbesserte Auslastung des Lkw-Laderaums erreicht und Routen optimiert werden koennen, sind bereits in Anwendung. (KfV/A)
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Authors:
- TAJMAR, P
- Publication Date: 2007
Language
- German
Media Info
- Pagination: 10-3
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Serial:
- AUSTRIA INNOVATIV
- Issue Number: 2
- Publisher: BOHMANN DRUCK UND VERLAG GESELLSCHAFT M.B.H. UND CO. KG
Subject/Index Terms
- TRT Terms: Alternate fuels; Carbon dioxide; Development; Economic efficiency; Freight traffic; Freight transportation; Length; Logistics; Policy; Pollutants; Railroad transportation; Software; Technology; Trucks; Weight
- Identifier Terms: European Union
- ITRD Terms: 2417: Erneuerbare Energie; 1112: Gütertransport; 741: Güterverkehr; 5485: Gewicht; 7393: Kohlendioxid; 6488: Länge; 264: Logistik; 173: Politik; 771: Schienenverkehr; 3855: Technologie; 237: Wirtschaftlichkeit
- Subject Areas: Economics; Freight Transportation; Motor Carriers; Planning and Forecasting; Policy; Railroads; I72: Traffic and Transport Planning;
Filing Info
- Accession Number: 01083675
- Record Type: Publication
- Source Agency: Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV)
- Files: ITRD
- Created Date: Jan 7 2008 10:56AM