Flaechendeckende Lkw-Maut. Ein Weg mehr zu Klimaschutz? Kontroverse

Der Artikel stellt Pro- und Contra-Argumente gegenueber. Die Pro-Argumente werden von Sylvia LEODOLTER, Leiterin der Abteilung Umwelt und Verkehr in der Arbeiterkammer Wien, die Contra-Argumente von Veronika KESSLER, Leiterin der Abteilung fuer Verkehrs- und Infrastrukturpolitik der Wirtschaftskammer, vertreten. Auf Landes- und Gemeindestrassen entfallen in Oesterreich 44 Prozent aller gefahrenen Lkw-Kilometer. Sie werden im Gegensatz zum hochrangigen Strassennetz nicht bemautet. Eine Maut fuer Lkw auf dem gesamten Strassennetz wuerde die Frachtunternehmen auch auf Landes- und Gemeindestrassen zu mehr Effizienz zwingen. Die Leerfahrten wuerden zurueckgehen und die Treibhausbilanz um ueber 300.000 Tonnen Kohlendioxid entlastet werden. Nennenswerte Preiserhoehungen sind nicht zu erwarten, dagegen aber positive Effekte fuer Klima und Gesundheit sowie mehr Chancen fuer den oeffentlichen Verkehr. Veronika KESSLER haelt dagegen, dass gerade die Verteuerung des Guetertransports der einzige Effekt der flaechendeckenden Lkw-Maut waere. Der Ansatz, den Strassenverkehr immer teurer zu machen, um Gueter auf die Schiene zu zwingen, hat sich als falsch erwiesen. Der Transitverkehr wuerde nicht eingedaemmt und die oesterreichische Transportwirtschaft wuerde weiter an Wettbewerbsfaehigkeit verlieren. Die Landschaft wuerde mit Mautbalken verschandelt, weil Oesterreich als EU-Mitglied die Lkw nicht an der Grenze zur Kontrolle aufhalten koennte. Die Belastung der Transportunternehmen durch Kfz-Steuer, Mineraloelsteuer und Autobahn-Maut ist in Oesterreich jetzt schon hoeher als in jedem anderen EU-Land. (KfV/A)

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  • German

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  • Accession Number: 01083672
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Jan 7 2008 10:53AM