Heckunterfahrschutz - Historie, neue Anforderungen, Beispiele und ergaenzende Informationen

Rear underrun protection devices. History, new requirements, examples and additional information

Einleitend wird ein Ueberblick zur historischen Entwicklung der Erkenntnisse ueber Funktion und Wirkung des Heckunterfahrschutzes gegeben. Es werden Beispiele gezeigt, welche sowohl die frueheren gesetzlichen Mindestanforderungen erfuellen als auch darueber hinausgehen. Bereits mit einfachen Modellvorstellungen ist darstellbar, dass eine nach wie vor nicht vorgeschriebene Energieaufnahme bei kontrollierter Deformation des Unterfahrschutzes zur Belastungsminderung an tragenden Teilen des Lkw sowie der mit Gurt und Airbag gesicherten Pkw-Insassen beitragen kann. Mit der aktuellen Aenderungsserie ECE­ R 58-03 werden die Anforderungen an die Schutzwirkungen einer Heckunterfahrschutzeinrichtung (HUFE) noch einmal deutlich angehoben. Bei neuen Typpruefungen muessen die gesteigerten Anforderungen spaetestens ab 2019 und bei neu zugelassenen Fahrzeugen spaetestens ab 2021 erfuellt werden. In den USA sind vom IIHS ebenfalls Verschaerfungen der entsprechenden FMVSS 223/224 gefordert worden. Hier konnte die Thematik bereits mit einem umfangreichen Testprogramm untersucht werden, wobei eine erste HUFE auch die IIHS-Anforderungen beim Pkw-Anprall mit 56 km/h und 30 % Ueberdeckung erfuellte. Es besteht weitgehend Konsens dahingehend, dass beim Anprall eines Pkw am Heck eines Lkw oder Anhaengers bis zu relativen Anprallgeschwindigkeiten im Bereich von 56 km/h (ECE-R 94) beziehungsweise 64 km/h (Euro NCAP) in der Regel (vor allem bei groesseren Ueberdeckungsgraden) kein verletzungskritisches Unterfahren mehr stattfinden soll. Dann waere das Verletzungsrisiko der (angegurteten) Pkw-Insassen allein vom Schutzniveau ihres Fahrzeugs abhaengig und nicht mehr durch die Inkompatibilitaet mit dem Lkw oder Anhaenger vergroessert. Bei Unfaellen mit einer hoeheren Anprallgeschwindigkeit ist zu erwarten, dass zukuenftig mit automatischen Notbremseinrichtungen immer mehr Auffahrunfaelle entweder vollstaendig vermieden oder zumindest die Pkw-Anprallgeschwindigkeiten erheblich gemindert werden koennen. Ist eine Unfallvermeidung allein durch Notbremsen nicht moeglich, kann die HUFE als Element der passiven Sicherheit wie eine „mechanische Rueckfallebene" wirken. ABSTRACT IN ENGLISH: The revision of the ECE-R 58 regulation is taken as an opportunity to present an overview of the historical development of research into the function and effectiveness of rear underrun protection devices (RUPO). IIt provides examples of devices which fulfill or surpass the former legal minimum requirements. Even with simple models, it is possible to show that energy absorption with controlled deformation of the underrun protection device can contribute to a reduction in the load on load-bearing components of the heavy goods vehicle as well as on passenger car occupants who are secured by a seatbelt and an airbag. This energy absorption is still not mandatory. The report is also intended to encourage a further study of the subject with an evaluation of real accidents with the higher level of protection that has now been achieved. In this context, studies carried out in the USA are also interesting and their key findings are also discussed. (A)

Language

  • German

Media Info

  • Media Type: Print
  • Features: Figures; References; Tables;
  • Pagination: pp 254-74
  • Serial:

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01645448
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Sep 6 2017 9:12AM