Serbiens logistische Luecke

Die Guete der logistischen Leistungsfaehigkeit haengt von mehreren Faktoren ab – der Infrastruktur, der Liefersicherheit, transportfoerderlichen Richtlinien und kundenorientierten Verfahrenspraktiken. Die logistische Leistungsluecke zwischen einkommensstarken und -schwachen Laendern scheint sich hartnaeckig zu halten. Schienen letztere 2014 noch aufzuholen, hat sich der Trend mittlerweile umgedreht und die Distanz vergroessert. Am Beispiel Serbiens werden die Schwachstellen und die Chancen im Logistikbereich analysiert. Die Schwachstellen in der serbischen Logistik liegen vor allem bei der Nicht-Einhaltung von Lieferzeiten, ineffizienter Zoll- und Grenzabwicklung und der mangelnden Qualitaet der Handels- und Transportinfrastruktur. Vorteile bieten das bereits bestehende dichte Netzwerk an Wasserstrassen, lokalen Fachkraeften und geringen Transportkosten. Serbiens Chancen liegen unter anderem darin, den Rhein-Donau­-Korridor staerker zu nutzen und die multimodalen Verkehrswege entlang von Donau, Sava und Tisa weiterzuentwickeln. Zudem kann die Integration in das Trans­-Europaeische Transportnetzwerk der EU (TEN-T) den Nachbarstaaten durch verkuerzte Transitzeiten eine kostenguenstige Alternative zu den bisherigen Transitrouten durch Bulgarien und Rumaenien bieten. Verfolgt Serbien nun zielstrebig die anvisierten umfassenden Restrukturierungen und Erneuerungen der serbischen Wasserwege, koennte es innerhalb der naechsten Jahre die entstandene logistische Luecke weiter schliessen.

Language

  • German

Media Info

  • Media Type: Print
  • Features: Figures; References; Tables;
  • Pagination: pp 44-6
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Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01643155
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Aug 9 2017 9:34AM