Special - Barrierefreie Verkehrsanlagen: Barrierefreiheit im Bereich Strasse

Wenngleich die in Paragraf 5 des Behindertengleichstellungsgesetzes gestellte Forderung nach dem Abschluss von Zielvereinbarungen der Verbaende oder Behindertenorganisationen der Sache nach wegen der daselbst zuvor erhobenen generellen Forderung nach der Umsetzung in allen Lebensbereichen voellig widersinnig anzusehen ist, sollte doch davon Gebrauch gemacht werden. Mit ihnen sollen neben den Bestimmungen zum Geltungsbereich und der Geltungsdauer die Mindestanforderungen der Veraenderungen und der Zeitpunkt der Erfuellung aufgenommen werden. Die volle Sinnhaftigkeit ist ueberall dort gegeben, wo trotz eindeutiger zentraler Gesetzesvorgaben eine mangelhafte Umsetzung derselben auf Landesebene und darunter festzustellen ist. Die Bereiche des oeffentlichen Strassenverkehrs betreffend duerfte eine solche Zielvereinbarung durch das DIN-Blatt 18040 gestuetzt de facto gesehen zwar absolut entbehrlich sein, doch zeugen genuegend Vorkommnisse der Praxis von abweichendem Verhalten der Aufgabentraeger. Etwas krasser erscheint die Situation sehr oft im Privatsektor, wo Investoren glauben, ihre eigenen Regeln aufstellen zu koennen. Hier ist es umso bedauerlicher, wenn Baugenehmigungen erteilt oder umgangen werden, obwohl die allgemein geltenden Regeln nicht beachtet worden sind. So zeugen sehr oft in Handelszentren, an Baumaerkten oder in Werksanlagen fuer deren Nutzer in einem fuer ihn nur schwer als nicht oeffentliches Strassenland erkennbaren Bereich erhebliche Maengel in Bezug auf die Barrierefreiheit. Hier ist nicht zuletzt das intelligente Reagieren des Fachplaners gefragt. (A)

Language

  • German

Media Info

  • Media Type: Print
  • Features: Figures; Tables;
  • Pagination: pp 273-7
  • Serial:

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01641596
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Jul 25 2017 9:15AM