Formlogik an Bruecken. Teil 2: Ueberlegungen zur authentischen Formbildung von fugenlosen Stuetzenanschluessen

Form logic on bridges. Part 2: Considerations on authentic shaping of jointless column connections

Im zweiten Teil des Beitrags ueber die Formbildung bei integralen Bruecken werden Ueberlegungen zur Gestaltung fugenloser Stuetzenanschluesse vorgestellt. Die gestalterischen Anforderungen ergeben sich im Fall des Stuetzenanschlusses monolithischer Bruecken aus der Funktionseinheit von Stuetze und Ueberbau durch Bildung einer Rahmenecke. Die Formueberlegungen erfolgen auf der Basis der derzeit ueblichen Brueckenquerschnitte, einschliesslich des Hohlkastenquerschnitts. Zeichnerisch werden Moeglichkeiten von fugenlos angeschlossenen Stuetzenanschluessen als zusammenhaengende Funktionseinheit von unterschiedlichen Ueberbauquerschnitten mit und ohne Vouten schematisch dargestellt und beschrieben. Aus den Formansaetzen der Abbildungen ist ersichtlich, dass sich eckige Stuetzenformen fuer einen homogenen Formschluss besser als Rundstuetzen eignen. Unbedingt zu vermeiden sind aus Gruenden des Kraftverlaufs schmale Stuetzen oder Rundstuetzen unter Vouten des Ueberbaus. Abgesetzte Kanten sind zu vermeiden, da sie eine durchlaufende Schattenkante bilden, welche die gestalterische und funktionale Einheit unterbricht und so das Zusammenwirken der Funktionseinheit stoert. Mittelstuetzen muessen trotz der monolithischen Verbindung mit dem Ueberbau nicht zwingend immer als Funktionseinheit mit dem Ueberbau angesehen werden. Vielmehr koennen sie auch als visuell rein stuetzende Elemente eine eigene Funktionseinheit bilden. Um diese Absicht wiederzugeben, eignen sich in der Regel Rund- oder Viereckstuetzen unter voutenlosen Plattenquerschnitten des Ueberbaus. Um die klare Trennung unterschiedlicher Funktionseinheiten optisch darzustellen, eigenen sich auch hybride Verbindungen durch biegesteif an den Massivueberbau angeschlossene Stahlstuetzen. Die Integralitaet des Tragsystems wird dadurch nicht infrage gestellt. Als Stuetzelemente koennen bei geringeren Beanspruchungen, zum Beispiel bei Fussgaengerbruecken, auch Schraegstuetzen oder baumartige Stuetzen eine sinnvolle Loesung sein. ABSTRACT IN ENGLISH: The common tendency within conceptual bridge design towards durable jointless frame systems requires not only deepened structural considerations of force and moment transition from the superstructure into the substructure, but also broadened approaches of a holistic aesthetical solution. The coherence between the form and its underlying structural system has to be recognisable in order to achieve authentic designs. In this paper form considerations of columns, which are monolithically connected to the superstructure as associated and separated function units, respectively, are illustrated. Furthermore, the special standing of the fixed circular column and its application limits as well as hybrid column connections will be discussed. For the planning engineer impulses in bridge design are provided to work far beyond his structural core tasks towards an ingenious approach with the aim of consciously taking over responsibility in designing our living space. The form considerations are underlined with examples. (A)

  • Availability:
  • Supplemental Notes:
    • Siehe auch Teil 1 des Beitrags zu "Ueberlegungen zur authentischen Formbildung von integralen Brueckenenden" (D377782).
  • Authors:
    • Kleiser, M
  • Publication Date: 2017-2

Language

  • German

Media Info

  • Media Type: Print
  • Features: Figures; References;
  • Pagination: pp 83-92
  • Serial:
    • Bautechnik
    • Volume: 94
    • Issue Number: 2
    • Publisher: Ernst & Sohn GmbH
    • ISSN: 0932-8351

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01640269
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Jul 5 2017 9:35AM